Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) und die Schweizer Sulzer-Hexis AG wollen gemeinsam Brennstoffzellen-Kleinkraftwerke für die Energieversorgung von privaten Wohnhäusern anbieten. Die angebotenen Systeme sind mit Oxidkeramischen Brennstoffzellen (SOFC) von Sulzer-Hexis ausgestattet und werden mit Erdgas getrieben. Sie sollen ein Kilowatt elektrischer Leistung und drei Kilowatt Wärmeleistung liefern. Ergänzt wird die Hausenergieversorgung durch einen konventionellen 25-kW-Brenner. Sulzer-Hexis wird im Rahmen der Kooperation zunächst 55 dieser Kleinkraftwerke liefern. EnBW wird die Installation und Wartung der Anlagen übernehmen. Die Nachfrage nach den Systemen liegt laut Angaben der EnBW deutlich über den gegenwärtigen Produktionskapazitäten. Die ersten, noch in diesem Jahr ausgelieferten Kleinkraftwerke werden voraussichtlich überwiegend bei den mit dem EVU verbundenen Stadtwerken aufgestellt und betrieben. Wegen der "noch sehr hohen Stückkosten" wollen die Unternehmen die BZ-Kraftwerke nur über Contracting-Verträge anbieten.
Parallel dazu will die EnBW noch in diesem Jahr in Marbach am Neckar mit dem Ausbau des größten Brennstoffzellen-Kraftwerks Europas mit 1 Megawatt Leistung gebinnen.